Leseprobe

Die letzte Unterhaltung

Ein Roman von Andreas Beer
Triggerwarnung In diesem Buch werden Themen wie Depressionen, Selbstzweifel und Suizid behandelt. Wenn diese Themen für dich belastend sein können, lies bitte nur weiter, wenn es sich für dich gut anfühlt. In Österreich ist die TelefonSeelsorge unter 142 rund um die Uhr erreichbar.

Vorbemerkung

Noch sitzt Du, lieber Leser, vor der ersten Seite und weißt nicht, was auf dich zukommt.

Wenn Du aber weiterliest, wirst Du merken, dass dieses Buch nichts Besonderes ist. Es ist nur die Abrechnung eines Menschen, der merkt, wie sein Leben spurlos an ihm vorbeigeht und er nicht eingreifen kann. Er betrachtet sein Leben; er macht Inventur und kommt auf fürchterliche Fehler in der Bilanz seines Daseins.

Es ist dies ein einziges Selbstgespräch eines Verzweifelten.

„Noch sitzt Du, lieber Leser, vor der ersten Seite und weißt nicht, was auf dich zukommt.“

Der Beginn

„Gut schaust du aus. Unrasiert, die Augen noch von gestern gezeichnet. Aber ansonsten, naja. Schau doch nicht so angefressen. Was willst du eigentlich?“

„Ach. Halt doch den Mund. Was weißt du überhaupt? Du hast ja keine Ahnung.“

„Nimm dich doch zusammen. Die Welt geht weiter. Und überhaupt. Dir geht es ja eh sehr gut. Du hast ein Auto, einen angenehmen Beruf und so. Finanziell reicht es auch. Du darfst dich einfach nicht gehen lassen.“

„Du hast ja teilweise recht. Aber ich will einfach nicht mehr. Ich habe in letzter Zeit ziemlich viel nachgedacht. Über mich, meine Freunde, über alles. Es war furchtbar. Und was habe ich von den Dingen, die man so hoch schätzt? Auto, Wohnung, Geld. Ist das denn das Leben? Nein, wirklich nicht. Leben heißt glücklich sein.“

Wie geht es mit Ferdinand weiter?

Die Geschichte beginnt erst – und seine innere Auseinandersetzung wird immer intensiver.
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